Stef Jonsson betreut Team Schweden

Im Raum der Grizzlys-Betreuer hängt das Trikot von Team Schweden bereits. Ausgerüstet wurde Stef Jonsson vom schwedischen ebenfalls.
Im Raum der Grizzlys-Betreuer hängt das Trikot von Team Schweden bereits. Ausgerüstet wurde Stef Jonsson vom schwedischen ebenfalls.

07.12.2017 | NEWS

Heja Sverige! Grizzlys-Betreuer Stef Jonsson kommt eine große Ehre zuteil: Der in Stockholm geborene Equipment-Manager des amtierenden Vizemeisters darf sein Heimatland zum Olympia-Vorbereitungsturnier nach Moskau begleiten und sich um die Geschicke abseits der Eisfläche kümmern. Team Schweden trifft in der russischen Hauptstadt auf den Gastgeber, Finnland, Tschechien, Kanada und Südkorea. Im Gespräch mit grizzlys.de erzählt „Budda“, wie er in Schweden nur genannt wird, über seine Aufgabe bei den Tre Kronor.

Stef Jonsson über…

…das Zustandekommen des Engagements:

Im Sommer habe ich den Headcoach der schwedischen Nationalmannschaft getroffen. Er hat mich zunächst unverbindlich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, im Vorfeld der Olympischen Winterspiele und als Test für das Team Schweden zu arbeiten. Anschließend ist Chefbetreuer Anders Weiderstal an mich herangetreten. Auch ihn kenne ich seit vielen Jahren. Er organisiert im schwedischen Eishockey alles, von der U15 bis hin zu den Profimannschaften. Im Betreuerbereich wechselt er gerne das Personal, um frisches Blut reinzubringen. Seine offizielle Anfrage hat mich sehr geehrt.

…die Freigabe durch die Grizzlys:

Ich konnte dem schwedischen Verband natürlich nicht zusagen, ohne mit Charly, Pavel gesprochen zu haben. Beide wussten, dass es mir sehr viel bedeutet und haben mir für zwei Ligaspiele der DEL die Freigabe gegeben. Das weiß ich sehr zu schätzen. Für diese beiden Partien wird mich jemand aus dem engeren Kreis vertreten und Alex Knaus unterstützen.

…seine Vorfreude:

Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich mich auf die Reise freue. Es ist eine Riesenehre und aufregend, für sein Land arbeiten zu dürfen – gerade im Hinblick auf das anstehende Turnier in Moskau und vielleicht auch darüber hinaus bei den Olympischen Spielen.

…den Ablauf seiner Reise:

Ich werde am Sonntagabend von Düsseldorf aus Richtung Schweden reisen. Am Montag trifft sich die Nationalmannschaft in Stockholm, meiner Heimatstadt. Abends ist noch eine Trainingseinheit angesetzt, Dienstag sind wir zweimal auf dem Eis. Einen Tag später fliegen wir nach Moskau. Am 18. Dezember komme ich wieder zurück.

…bekannte Gesichter im Team Schweden:

Es ist schön, dass ich neben dem Staff auch einige der Spieler persönlich kenne. Mit Dick Axelsson (Färjestad BK, Anm. d. Red.) und Jonas Ahnelöv (Avangard Omsk, d. Red.) habe ich zusammen Inline-Hockey gespielt. Joel Lundqvist habe ich während der Champions Hockey League letzte Saison häufiger gesprochen. Insgesamt haben wir eine starke Mannschaft mit Spielern aus der KHL, SHL und der Schweiz, von denen der Großteil mit zu dem Olympischen Spielen fahren wird.

…über das Vorbereitungsturnier in Moskau:

Der Channel-Cup ist ein bekanntes Turnier in Moskau, an dem meist die Teams aus Russland, Schweden, Finnland und Tschechien teilnehmen. In diesem Jahr sind zusätzlich noch Kanada und Südkorea dabei. Das Niveau wird sehr hoch sein, alle Teams wollen im Hinblick auf die Winterspiele testen. Wir bestreiten unser erstes Spiel am Donnerstag um 19.30 Uhr gegen Russland.

…die Olympischen Winterspiele:

Ich werden meinen Job so gut wie möglich machen, genauso wie hier in Wolfsburg. Eine Einladung zu den Winterspielen ist ein Riesentraum. Aber daran denke ich im Moment eher weniger. Nach der Moskau-Reise wollen wir mit den Grizzlys wieder auf Punktejagd gehen. Was danach kommt, davon lasse ich mich einfach überraschen. Bin ich dabei, wäre die Freude darüber unermesslich.