Pavel Gross und Mike Pellegrims standen sechs Jahre gemeinsam auf der Bank der Grizzlys.

21.09.2017

Doppelinterview: Pavel Gross und Mike Pellegrims

Wolfsburg gegen Düsseldorf. Das Heimspiel der Grizzlys am Freitag (19.30 Uhr | Eis Arena) steht ligaweit im Fokus. Erstmals treffen die Trainer und langjährigen Freunde Pavel Gross und Mike Pellegrims aufeinander. „Pelle“, seit dieser Saison Headcoach der DEG, stand sechs Jahre als Co-Trainer an der Seite des aktuellen Grizzlys-Coaches auf der Bank des Vizemeisters. Im Doppelinterview schildern beide, wie es ihnen vor dem Duell geht.

Pelle, die Organisation der Grizzlys und die Fans freuen sich sehr darauf, dich wiederzusehen. Frage vorab an dich: Wie geht es dir?

Mike Pellegrims: Danke der Nachfrage. Mir geht es sehr gut. Die Arbeit in Düsseldorf macht mir sehr viel Spaß. Ich freue mich auf die Rückkehr nach Wolfsburg und zu den Grizzlys. Ich hatte hier sechs tolle Jahre mit der Organisation, den Jungs, Pavel und den Fans. Es wird sicher kein normales Spiel für uns, oder, Pavel?

Pavel Gross: Für uns beide sicherlich nicht. Nüchtern betrachtet geht es aber nur um die drei Punkte. Dass du irgendwann gegen uns coachen wirst, das war doch klar (lacht).

Coachen ist ein gutes Stichwort: Weiß Mike Pellegrims, was Pavel Gross am Freitagabend vorhat und umgekehrt?

Pellegrims (lacht laut): Die Frage ist gut. Wir wissen, dass wir gegen einen der besten Trainer der Liga spielen und die Aufgabe in Wolfsburg schwierig sein wird. Das wird eine große Herausforderung.

Gross: Das ist natürlich ein Riesenlob. Ich muss ehrlich sagen, dass uns mit Düsseldorf ein ebenso schwieriger Gegner erwartet, der hervorragend eingestellt sein wird.

Hört sich so an, als wollt ihr euch beide nicht in die Karten schauen lassen…

Gross: Es gibt keine großen Geheimnisse. Unsere Systeme sind ähnlich. Pelle und ich versuchen, schnelles Eishockey spielen zu lassen. Oder wie siehst du das?

Pellegrims: Absolut. Ich denke, dass wir beide Druck machen wollen und viel Laufbereitschaft fordern. Am Ende sind wir von den Systemen her nicht weit voneinander entfernt. Aber das gilt beispielsweise auch für andere Teams, wie München.

Gross: Und genau deswegen erwarte ich ein schnelles, hartes und sehr interessantes Spiel, in dem beide Teams gewinnen wollen.

Wie sieht der Kontakt vor dem Spiel aus? Oftmals wird gerade seitens der Spieler geschildert, dass Funkstille herrscht.

Pellegrims: Das ist bei uns nicht der Fall. Wir haben am Montag geschrieben. Ich habe Pavel und den Jungs zum Sieg gegen München gratuliert und gesagt, dass ich mich auf das Wiedersehen sehr freue.

Wird der Blick am Freitag mal rüber zur gegnerischen Bank gehen, um zu sehen, was der Kollege zu treibt?

Gross: Also wenn, dann eher unbewusst. Das Spiel ist so schnell, dass wenig Zeit für Ablenkungen bleibt.

Pellegrims (lacht): Ich muss erstmal den Weg zur richtigen Bank finden. Spaß beiseite: Ich denke, wir beide werden uns während der 60 Minuten auf unsere Jobs konzentrieren. Nach dem Spiel ist es dann etwas anderes.

Gross: Oder vor dem Spiel…

Pellegrims: Sicher. Wir reisen schon am Donnerstag zu euch. Da wird sicher die eine oder andere freie Minute da sein.

Gross (grinst): Ich lade dich gerne zu einem Käffchen in unsere Kabine ein.

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