Viel Arbeit, kein Ertrag: Grizzlys-Kapitän Tyler Haskins im Kampf vor dem Kölner Tor. | Bild: ISPFD.

21.02.2016

2:4-Niederlage in Köln

Kein weiteres Sechs-Punkte-Wochenende für die Grizzlys: Die Mannschaft von Cheftrainer Pavel Gross unterlag am Sonntagnachmittag knapp mit 2:4 (1:1, 0:0, 1:3) bei den Kölner Haien. Mit Armin Wurm und Jeff Likens sorgten zwei Verteidiger für die Treffer. Am Dienstag (19.30 Uhr | Eis Arena) empfangen die Grizzlys die Straubing Tigers in der Eis Arena. Jetzt Tickets sichern!

Personal: Der Kader der Grizzlys war für das Spiel gegen die Haie alles andere als üppig besetzt. Nach Lubor Dibelka, Marco Rosa und Patrick Seifert fallen vorerst auch Andy Reiss und Tyson Mulock (beide mit Oberkörperverletzungen) aus. Im Tor nahm Cheftrainer Pavel Gross einen Wechsel vor. Für Sebastian Vogl rückte Felix Brückmann zwischen die Pfosten.

Die Gastgeber aus Köln gingen von der ersten Minute an mit hoher Intensität zu Werke. Nach einem unglücklichen Check von Marcel Ohmann (3. Spielminute), der Jimmy Sharrow hart in die Bande befördert und vom Schiedsrichter-Duo Aumüller und Piechaczek zur großen Verwunderung der Grizzlys-Bank keine Strafe erhalten hatte, war es Alexander Weiß (4.), der die Haie per Rückhandtreffer mit 1:0 in Führung bringen konnte. Auch in der Folge agierten die Kölner stets am Rand des Erlaubten und störten die Grizzlys immer wieder im Spielaufbau. Erst ein schöner Versuch von Gerrit Fauser (11.) brachte den Niedersachsen wieder eine nennenswerte Offensivaktion. Kurz darauf schlug der Puck im richtigen Tor ein. Nach schöner Vorarbeit von Fabio Pfohl setzte Armin Wurm (14.), dessen Schuss von der blauen Linie noch abgefälscht wurde, das Spielgerät in die Maschen hinter Haie-Goalie Gustav Wesslau und sorgte für den verdienten 1:1-Ausgleich.

Starke Goalies - keine Tore

Nach aktiveren Grizzlys in der Schlussphase des ersten Drittels hatten die Kölner im Mittelabschnitt die ersten guten Gelegenheit. Wieder war es Torschütze Alex Weiß (24.), der Felix Brückmann zu einer Glanztat zwang. Kurz darauf war es wieder der Grizzlys-Goalie, der gegen Gogulla (27.) retten konnte. Seine Vorderleute vergaben ebenfalls eine gute Chance, als ein Vier-auf-zwei-Konter (29.) nicht den gehofften Erfolg brachte. Nach einer Strafe gegen die Niedersachsen waren es wieder die Haie, die in Person von Dragan Umicevic (32.), den Pfosten trafen. Anschließend scheiterten Daniel Widing (34.) und Brent Aubin (35.) an Gustav Wesslau. Beide Torhüter absoliverten gerade im Mitteldrittel einen äußerst starken Job. Das zeigte auch die letzte Chance der Haie, als Boucher (38.) mutterseelenallein auf Felix Brückmann zulief. Der Nationaltorhüter entschärfte jedoch auch diese Riesenchance hervorragend.

Kämpfende Grizzlys

Das letzte Drittel begann zunächst mit einigen Strafen gegen beide Mannschaften. Patrick Hager musste aufgrund eines zu hohen Schlägers vorzeitig unter die Dusche. Tyler Haskins und Daniel Widing mussten anschließend in die Box. Die folgende Überzahl nutzten die Haie durch Shawn Lalonde (42.) zum 2:1. Da die Strafzeit von Tyler Haskins daraufhin gelöscht wurde, konnten die Niedersachsen anschließend rund drei Minuten im Powerplay agieren. Lange brauchten die Gross-Schützlinge aber nicht, um den erneuten Ausgleich herzustellen. Nach Pass von Mark Voakes hämmerte Jeff Likens (44.) die Scheibe in die Maschen - 2:2! Das Spiel blieb unterhaltsam und gleichermaßen spannend. Nachdem die Grizzlys eine weitere Unterzahlsituation unbeschadet überstanden hatten, vergab der von der Strafbank gekommene Robbie Bina (48.) eine Konterchance.

Die Haie nutzten in einer weiterhin ausgeglichenen Partie ihre nächste Chance. Wieder war es Verteidiger Shawn Lalonde (50.), der seine Mannschaft rund zehn Minuten vor Ende der Partie in Führung bringen konnte. In der Folge drückten dann wieder die Grizzlys und wollten den abermaligen Ausgleich erzielen. Gustav Wesslau stand gleich mehrmals im Fokus und entschärfte stark gegen Jeff Likens (56.). Tim Hambly (59.) verzog kurz darauf nur hauchdünn. Die in dieser Phase taumelnden Haie brachten den Sieg jedoch über die Zeit und entschieden die Partie durch Philip Gogulla (60.), der ins leere Grizzlys-Tor traf, sogar noch vorzeitig.

"Wir haben heute ein über 60 Minuten gesehen nahezu ausgeglichenes Spiel mit zwei sehr guten Torhütern gesehen. Nach dem Spiel gegen Berlin wollten wir heute natürlich nachlegen. Das ist uns nicht gelungen. Letztlich haben wir unsere Chancen nicht konsequent genutzt. Dafür wurden wir am Ende bestraft. Lange nachdenken werden wir nicht, am Dienstag wartet das Heimspiel gegen Straubing. Darauf muss der Fokus ab sofort gerichtet werden", so Cheftrainer Pavel Gross.

Für das Heimspiel gegen Straubing bieten die Grizzlys ihren Zuschauern ein attraktives After Work Special an.

Das Spiel im Stenogramm

46. Spieltag DEL
Bully: 14.30 Uhr
Ergebnis: 4:2 (1:1, 0:0, 3:1)
Torfolge: 1:0 (03:36) Weiß (Latta, Syvret), 1:1 (13:04) Wurm (Pfohl, Höhenleitner), 2:1 (41:54) Lalonde (Umicevic, Syvret | 4:3), 2:2 (43:24) Likens (Voakes | 5:4), 3:2 (49:23) Lalonde, 4:2 (59:25) Gogulla (Falk | "empty net")
Strafen: Köln 4 plus 5+20 Hager (Hoher Stock), Grizzlys 14
Schiedsrichter: Roland Aumüller, Daniel Piechaczek
Zuschauer: 12.135 | Lanxess-Arena