Goalie Felix Brückmann präsentiert seine Maske. Diese gibt es aktuell im Internet zu ersteigern.

01.03.2016

Felix Brückmann: Mein Grizzlys-Tagebuch

Im Rahmen der ligaweiten Aktion „POWERPLAY GEGEN BLUTKREBS“ wird aktuell eine spezielle Torhüter-Maske von Grizzlys-Goalie und Nationalspieler Felix Brückmann versteigert. Der gesamte Erlös geht dabei an die DKMS. Hier geht es zur Auktion!

Das Besondere an der Maske ist nicht nur das aufwendige und absolut sehenswerte Design, welches von Werbegrafiker Joachim Korth aus Wittingen erstellt wurde. Der Goalie-Helm hat eine Menge zu „erzählen“, da er mit den Grizzlys-Profis durch Deutschland gereist. Während des siebentägigen Road-Trips mit den drei Auswärtsspielen in Köln, Straubing und Augsburg war die Maske stets mit dabei. Viele Bilder, die sich im Design der Maske wiederfinden, dokumentieren die Auswärtstour. Die Grizzlys und ihr Nationaltorhüter Felix Brückmann haben sich jedoch noch etwas Spezielles einfallen lassen. So hat der Goalie viele spannende Erlebnisse und auch ein paar interne Details in einem Tagebuch festgehalten, die es in den kommenden Tagen unter grizzlys.de zum Nachlesen geben wird.

Sonnabend | 02. Januar 2016

Tag 1 - Abfahrt

Startschuss. Los geht’s! Nach zwei tollen Spielen mit Siegen gegen Ingolstadt und München konnten wir einen gelungenen Jahresabschluss 2015 feiern. Doch wie es nun mal so im Eishockey ist, bleibt gerade in den Wintermonaten wenig Zeit, um die Beine hochzulegen und die Feiertage zu genießen. Stört uns aber wenig, Eishockey ist ja unser Leben! Also geht es für uns heute mit dem Bus Richtung Köln. Auf unserem Plan des siebentägigen Road-Trips stehen neben der Partie bei den Haien auch die Spiele in Straubing und Augsburg. Nun sitze ich im Bus und weiß gar nicht, was ich schreiben soll. Alles wie immer: Autobahn, vor mir Spieler, neben mir und hinter mir. Einige lesen oder spielen Karten, andere haben die Augen zu oder schauen sich einen Film an. An sich nichts Spannendes. Halt, doch! Eine Sache ich anders. Neben mir liegt eine Goalie-Maske, die - so wie mir mitgeteilt wurde - anschließend zugunsten der DKMS versteigert werden soll. Die Aktion POWERPLAY GEGEN BLUTKREBS ist eine Riesenaktion, hinter der ich voll und ganz stehe. Es ist schön zu sehen, dass sich die Grizzlys und natürlich die gesamte Liga mit ihren Clubs dafür engagieren. Dass auch „meine“ Maske darunter ist, ehrt mich sehr. Ich schaue sie mir während der Fahrt häufig an. Sie erinnert mich irgendwie an den Volleyball „Wilson“ aus einem Film mit Tom Hanks. Sie ist noch weiß und ohne Design. Egal. Ich werde jedenfalls nicht mit ihr sprechen. Nein. Das wäre ja noch schöner! Vor allem die Sprüche der anderen Jungs. Das ist das Lustige bei uns: Jeder bekommt irgendwann mal sein Fett weg. Frei nach dem Motto: Mal bist du Hund, mal bist du Baum! Das macht unser Team irgendwie aus. Wir kommen alle super miteinander klar und lachen viel über- und miteinander. Wenn es jedoch ernst wird, sind wir hochkonzentriert. Also schreibe ich die Zeilen, die ich im Kopf habe, lieber auf und behalte sie für mich. Ich stelle fest: Die Zeit vergeht schnell. Und das Tagebuch zu schreiben, macht mir mehr Spaß, als ich vermutet hatte. Schon sind wir im Hotel angekommen. Tag 1 neigt sich dem Ende entgegen. Wir beziehen unsere Zimmer und dann geht es zum gemeinsamen Abendessen. Die Spielvorbereitung hat begonnen.

Sonntag | 03. Januar 2016

Tag 2 - Auswärtsspiel in Köln

Der Morgen an einem Spieltag beginnt immer mit einem ausgiebigen Frühstück. Müsli, Obst, Eier, Aufschnitt, Brötchen - alles, was das Herz begehrt. Die Stimmung ist gut. Das merkt bestimmt auch die Maske, die natürlich mit an unserem Tisch „sitzt“. Wir nehmen uns fest vor, mit einem Sieg ins neue Jahr zu starten. Mittags geht es dann in die Arena. Für uns Spieler ist es immer etwas Besonderes, in Köln zu spielen. Jedenfalls, wenn die Arena voll ist. Vor 18.500 Zuschauern aufzulaufen - das hat schon was. Zu unserem Spiel kommen immerhin 12.000 Besucher. In den großen Arenen ist es zumeist nur richtig laut, wenn sie voll besetzt sind. Das liegt weniger an den eingefleischten Fans. Das weite Areal schluckt nur meist viel von der Stimmung aus den Fanblöcken. Das ist bei uns in Wolfsburg etwas anders. Sobald wir 3000 oder mehr Fans in der Arena haben, ist die Stimmung richtig gut. Wir sind hochmotiviert und können es kaum erwarten, dass das erste Bully erfolgt. Doch wir müssen warten. Beim Warm-Up hat es mal wieder ein Spieler übertrieben. Scheibe kaputt, Aufwärmen unterbrochen. Die Eismeister geben ihr Bestes, so dass die Partie mit etwa 15 Minuten Verspätung beginnen kann. Wir fangen gut an und sind mindestens gleichwertig. Leider spiegelte das Endergebnis nicht unsere Leistung wieder. Wir verlieren mit 0:3 und sind sichtlich geknickt. Irgendwie wollte die Scheibe heute nichts ins Tor der Haie. Sinnbildlich für die etlichen Chancen war ein Pfostentreffer von Jeff, wenige Sekunden vor Ende der Partie. Typisch. Wenn’s nicht läuft, läuft’s nicht. In der Kabine ist es nach Niederlagen meist ruhig. Diese Art der Stimmung mögen wir alle nicht. Das mag niemand. Doch das Gute im Eishockey ist bekanntlich: Es folgt schon bald das nächste Spiel. Dann wollen wir es besser machen. Von Köln aus wird es Richtung Straubing gehen. Weiter an meiner Seite: Die Goalie-Maske.

Fortsetzung folgt…