2:4-Niederlage beim finnischen Meister

Grizzlys-Stürmer Alexander Karachun scheitert in dieser Szene am Goalie der Finnen. Bild: Mika Kylmäniemi.
Grizzlys-Stürmer Alexander Karachun scheitert in dieser Szene am Goalie der Finnen. Bild: Mika Kylmäniemi.

03.09.2017 | NEWS

Die Grizzlys Wolfsburg mussten sich im vierten CHL-Gruppenspiel nach einem tollen Kampf knapp mit 2:4 (0:2 | 1:1 | 1:1) beim finnischen Meister Tappara Tampere geschlagen geben. Trotz der Niederlage bleiben die Niedersachsen in der Gruppe A hinter Tappara auf einem hervorragenden zweiten Tabellenplatz und haben Anfang Oktober in zwei Spielen gegen den EC Red Bul Salzburg die Chance, die nächste Runde zu erreichen. Ein Sieg aus beiden Partien ist dafür nötig.

Cheftrainer Pavel Gross gab Jerry Kuhn im Tor die Chance, sich zu beweisen. Felix Brückmann, am Freitag in Banská Bystrica mit einem Shutout erfolgreich, stand als Back-Up bereit. Die Gastgeber, begünstigt durch zwei Überzahlspiele, verschafften sich in den Anfangsminuten ein starkes Chancenplus. Jerry Kuhn musste direkt zeigen, was er mit der Fanghand kann. Bei einem Fernschuss von Mikko Lehtonen (6. Spielminute) war der Grizzlys-Schlussmann schließlich machtlos. Tampere blieb zunächst am Drücker, dann jedoch kam der Vizemeister durch ein starkes Solo von Kris Foucault (9.) zu seiner ersten Großchance. Kurz darauf und im Powerplay vergab Alexander Karachun die nächste dicke Gelegenheit. Der Ausgleichstreffer wäre zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient gewesen. Stattdessen erhöhte Otso Rantakari (14.) auf 2:0.

Grizzlys treffen

Auch im Mittelabschnitt agierten die Grizzlys mutig und erspielten sich weitere Torchancen. In einer Druckphase war es CHL-Top-Scorer Kris Foucault (27.), der die Scheibe aus Nahdistanz erstmals über die Linie bringen konnte. Anschließend lag ein zweiter Treffer durchaus in der Luft. Doch Jere Karjalainen (31.) stellte den alten Torabstand wieder her. Die Mannschaft von Cheftrainer Pavel Gross zeigte in den ersten 40 Minuten wenig Respekt vor dem finnischen Meister. Einzig die eine oder andere Schusschance hätte von mehr Erfolg gekrönt sein können.

Furchner verkürzt, Kuhn hält

Der Schlussabschnitt begann mit einer Druckphase der Gastgeber, an deren Ende Matti Järvinen das 4:1 markierte. Trotz des Drei-Tore-Rückstandes gaben die Niedersachsen nicht auf und arbeiteten weiter hart auf dem Eis. Kurz vor Spielende belohnten sich die Grizzlys in Person von Sebastian Furchner, der auf 2:4 verkürzen konnte. Wenig später und als letzter Höhepunkt der Partie hielt Jerry Kuhn (59.) einen Penalty von Niko Ojamäki und erntete viel Applaus von den rund 100 mitgereisten Grizzlys-Fans.

„Wir wussten, dass wir heute auf einen sehr starken Gegner treffen werden. Über weite Strecken haben die Jungs es ordentlich gemacht und sich einige gute Chancen erarbeitet. Tampere wird die Gruppe gewinnen. Wir haben die Chance, uns mit einem Sieg gegen Salzburg ebenfalls für die nächste Runde zu qualifizieren“, so Sportdirektor Charly Fliegauf nach dem Spiel.

Das Spiel im Stenogramm

Ergebnis: 4:2 (2:0 | 1:1 | 1:1)

Torfolge: 1:0 (05:39) Lehtonen (Kuusela | 5:4), 2:0 (13:02) Rantakari (Kemiläinen), 2:1 (26:09) Foucault (Weiß), 3:1 (30:58) Karjalainen (Rauhala, Lehtonen), 4:1 (48:14) Järvinen (Zaborsky, Peltola), 4:2 (57:03) Furchner (Dehner, Foucault | 5:4)

Strafminuten: Tampere 6, Grizzlys 10

Schiedsrichter: Mikael Sjöqvist, Lassi Heikkinen

Zuschauerzahl: 3.883 | Hakametsä

Die Aufstellung der Grizzlys

Torhüter: Jerry Kuhn, Felix Brückmann

Verteidiger: Armin Wurm, Jeff Likens – Björn Krupp, Torsten Ankert, Alex Roach, Jeremy Dehner

Stürmer: Sebastian Furchner, Gerrit Fauser, Christoph Höhenleitner – Alexander Karachun, Mark Voakes, Brent Aubin – Kris Foucault, Stephen Dixon, Alexander Weiß –Tyson Mulock, Philip Riefers.

Mannschaftsaufstellungen