Niederlage in Nürnberg

Nick Johnson verfehlte sein erstes Tor im Trikot der Grizzlys in dieser Szene nur knapp. Bild: Citypress24.
Nick Johnson verfehlte sein erstes Tor im Trikot der Grizzlys in dieser Szene nur knapp. Bild: Citypress24.

22.01.2017 | NEWS

Auch im zweiten Aufeinandertreffen der Saison in Nürnberg konnten die Grizzlys Wolfsburg keine Punkte mit auf die Heimreise nehmen. Am Sonntagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Pavel Gross mit 1:4 (0:2, 1:0, 0:2) bei den Ice Tigers. Über die gesamte Spielzeit nahm der Vizemeister zu viele Strafen und unterbrach dadurch die eigenen Angriffsbemühungen. Bereits am Mittwoch treffen die Niedersachsen in der Eis Arena auf die Augsburger Panther. Hier Tickets sichern!

Cheftrainer Pavel Gross vertraute den Reihen, die am Freitag zwei Punkte gegen Iserlohn holen konnten. Felix Brückmann stand im Tor, Back-Up war Sebastian Vogl. Es fehlten Robbie Bina, Kris Foucault und Stephen Dixon. Alexander Karachun war nicht in den Kader berufen worden.

Die Grizzlys legten beim Tabellenführer bissig los und hatten durch Brent Aubin (2. Spielminute) die erste gute Chance im Spiel. Felix Brückmann rettete auf der anderen Seite stark gegen Leo Pföderl (9.). Beide Teams spielten in den ersten zwanzig Minuten hart und ließen keinen Zweikampf aus. Nach zwei Strafen gegen die Niedersachsen, die schon vorab mehrmals von einigen wie gewohnt aufbrausenden Nürnberger Zuschauern vehement gefordert wurde, konnte Nürnberg mehr als eineinhalb Minuten in doppelter Überzahl agieren. Patrick Reimer nutzte den sich bietenden Platz und sorgte für die 1:0-Führung der Hausherren. Die Franken waren danach wesentlich besser in der Partie und wollten den zweiten Treffer. Die Grizzlys kamen durch Fabio Pfohl (15.) zu einer sehr guten Chance, nutzten diese aber nicht. Stattdessen sorgte Yasin Ehliz (16.) für das 0:2 aus Sicht des Vizemeisters. Anschließend jubelten die Grizzlys, doch der Schuss von Nick Johnson (19.) ging an die Latte, wie im Videobeweis deutlich zu erkennen war. Sekunden vor dem Ende des Drittels lief Ehliz (20.) alleine auf Felix Brückmann zu, doch der Nationaltorhüter rettete erneut. Insgesamt gesehen ging die Führung der Hausherren bis dato in Ordnung.

Zeichen durch Höhenleitner

Wie schon gegen Iserlohn schien Pavel Gross in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Grizzlys präsentierten sich wesentlich aktiver, mussten aber erneut früh in Unterzahl auskommen. Doch das gelang prima: Christoph Höhenleitner (27.) sorgte nach Pass von Björn Krupp und in Unterzahl für den Anschlusstreffer zum 1:2. In einem nun offenen Spiel vergab Ex-Grizzly Sasa Martinovic (36.) später knapp. Im Gegenzug fischte Jochen Reimer, ebenfalls ehemaliger Wolfsburger, einen Schuss von Christoph Höhenleitner aus der Luft.

Zu viele Strafzeiten

Der Ausgleich sollte im letzten Abschnitt her. Doch dieses Unterfangen wurde durch weitere Strafen erschwert. Nürnberg tat sich gegen das gute Penalty-Killing zunächst jedoch sehr schwer. Dann fiel aber das 1:3. Leo Pföderl (47.) brachte die Scheibe nach Vorlage von Steven Reinprecht aus kurzer Distanz im Tor unter. Statt einer Offensive gab es wenig später erneut eine Strafe gegen die Grizzlys. Am Unterzahlspiel lag es jedoch an diesem Abend nicht, denn auch diese zwei Minuten überstanden die Niedersachsen ohne Gegentreffer. Die Nürnberger hatten das Spiel überwiegend im Griff und ließen wenig anbrennen. Nur Top-Center David Steckel verwickelte sich aufgrund seiner Undiszipliniertheit immer wieder in Scharmützel mit seinen Gegenspielern. Ein daraus resultierendes Powerplay – Steckel saß auf der Strafbank – wurde fast genutzt. Gerrit Fauser (54.) traf die Latte. Der große Druck blieb in den Schlussminuten aus. Stattdessen fuhren die Franken weitere gefährliche Angriffe. Kurz nachdem Felix Brückmann sein Tor verlassen hatte sorgte Yasin Ehliz für den 1:4-Endstand.  

„Wir haben heute zu viele Strafen gezogen. Das hat Nürnberg ausgenutzt. Wir waren gut vorbereitet, haben aber nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, so Grizzlys-Verteidiger Alexander Dotzler.

Lange über diese Niederlage nachdenken können die Niedersachsen nicht. Am Mittwoch (19.30 Uhr | Eis Arena) folgt das Heimspiel gegen die Augsburger Panther.

Das Spiel im Stenogramm

40.Spieltag DEL
Bully: 19.00 Uhr
Ergebnis: 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)
Torfolge: 1:0 (10:23) Reimer (Dupuis, Reinprecht | 5:3), 2:0 (15:01) Ehliz (Reimer), 2:1 (26:44) Höhenleitner (Krupp | 4:5), 3:1 (46:32) Pföderl (Reinprecht, Syvret | 5:4), 4:1 (59:33) Ehliz (Reimer, Steckel | empty net)
Strafen: Nürnberg 6, Grizzlys 12
Schiedsrichter: Lars Brüggemann, Marcus Krawinkel
Zuschauer: 4.455 | Arena Nürnberger Versicherung

 

Mannschaftsaufstellungen

T29Jenike, Andreas
T32Reimer, Jochen
V2Festerling, Brett
V5Syvret, Danny
V22Mebus, Oliver
V23Martinovic, Sasa
V24Weber, Marcus
V33Teubert, Colten
S8Prust, Brandon
S17Reimer, Patrick
S19Kozek, Andrew
S26Segal, Brandon
S28Reinprecht, Steven
S39Steckel, David
S42Ehliz, Yasin
S47Pfleger, Marco
S77Möchel, Marius
S91Dupuis, Philippe
S93Pföderl, Leonhard
T25Vogl, Sebastian
T90Brückmann, Felix
V2Dehner, Jeremy
V3Sharrow, Jimmy
V7Dotzler, Alexander
V9Likens, Jeff
V12Wurm, Armin
V20Seifert, Patrick
V44Krupp, Björn
S10Haskins, Tyler
S11Aubin, Brent
S17Furchner, Sebastian
S21Höhenleitner, Christoph
S22Dibelka, Lubor
S23Fauser, Gerrit
S26Mulock, Tyson
S27Johnson, Nick
S43Weiß, Alexander
S49Voakes, Mark
S60Riefers, Philip
S95Pfohl, Fabio