4:3-Erfolg in der Overtime

Die Grizzlys konnten beim Comeback von Kapitän Tyler Haskins zwei Punkte in der Eis Arena behalten. | Bild: Citypress24.
Die Grizzlys konnten beim Comeback von Kapitän Tyler Haskins zwei Punkte in der Eis Arena behalten. | Bild: Citypress24.

20.01.2017 | NEWS

Die Grizzlys Wolfsburg konnten sich am 39. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga knapp aber verdient in der Verlängerung mit 4:3 (1:2, 1:0, 1:1, 1:0) gegen die Iserlohn Roosters durchsetzen. Beim Comeback von Kapitän Tyler Haskins und dem zeitgleichen Debüt von Neuzugang Nick Johnson sorgte Mark Voakes in der Overtime für das entscheidende Tor aus Sicht des Vizemeisters, der am Sonntag (19.00 Uhr) in Nürnberg auf die Ice Tigers trifft.

Personal: Gute Neuigkeiten gab es aus dem Krankenlager zu berichten: Kapitän Tyler Haskins feierte nach überstandener Verletzung sein Comeback. Neuzugang Nick Johnson war zudem erstmals dabei. So konnte Pavel Gross einen überzähligen Spieler nicht nominieren. Es traf Alexander Karachun, der neben Robbie Bina und Stephen Dixon (Reha nach Verletzung) sowie Kris Foucault nicht dabei war. Im Tor stand Felix Brückmann, Back-Up war Sebastian Vogl.

Die Partie begann zunächst verhalten. Die Grizzlys wollten den Iserlohnern offenbar nicht den Gefallen tun und ins offene Messer laufen. Dennoch gelang der Mannschaft von Cheftrainer Pavel Gross durch Brent Aubin (5.), der einen feinen Pass von Christoph Höhenleitner durch die Schoner von IEC-Goalie Mathias Lange verwerten konnte, zunächst der Führungstreffer. Es folgten Riesenchancen zum zweiten Tor. Mark Voakes (7.) traf die Latte, Philip Riefers (8.) scheiterte an Lange. Stattdessen kamen die Iserlohner zu ihren ersten richtigen Chancen – und schlugen eiskalt zu: Kapitän Jason Jaspers (12.) stellte zunächst den Ausgleich her. Kurze Zeit später brachte Marcel Kahle (15.) die Gäste sogar in Führung, bei der es bis zur ersten Pause blieb.

Erst Ausgleich, dann Spieldauerstrafe

Die Ansprache von Pavel Gross war offenbar deutlich. Denn es dauerte nur 34 Sekunden, da schaffte sein Team den Ausgleich. Gerrit Fausers Hereingabe (21.) wurde von der Kufe eines Iserlohner Verteidigers ins Tor abgefälscht. Statt einer Druckphase des Vizemeisters gab es aber nur Sekunden später einen erneuten Rückschlag. Brent Aubin musste aufgrund eines zu hohen Stocks, der Roosters-Stürmer Blaine Down im Gesicht traf, vorzeitig unter die Dusche. Die Gäste konnten folgerichtig fünf Minuten im Powerplay agieren, knapp 55 davon schließlich mit zwei Spielern mehr auf dem Eis, da ein weiterer Spieler der Grizzlys auf die Strafbank musste. Doch der Vizemeister verteidigte bärenstark und ließ keinen Gegentreffer zu. Auf der Gegenseite hatte Alex Weiß (28.) die Führung auf dem Schläger – Lange war zur Stelle. Wieder Lange rettete wenig später gegen Tyler Haskins (35.). Die größte Chance aber hatten die Iserlohner, als Greg Rallo aus kurzer Distanz am überragend haltenden Felix Brückmann scheiterte.

Voakes entscheidet

Im Schlussdrittel gingen die Gäste erneut in Führung. Ex-Grizzly Christopher Fischer (43.) sorgte für das 2:3. Die Niedersachsen hatten Mühe, diesen abermaligen Rückstand aufzuholen. Doch es gelang: Denn Sebastian Furchner markierte rund vier Minuten vor Ende des letzten Drittels den 3:3-Ausgleich. Sein Schuss aus der Distanz ging an Freund und Feind vorbei in die Maschen. Danach hätte es fast das Traum-Debüt von Nick Johnson (58.) gegeben, doch der Treffer wurde von den Schiedsrichtern nicht gegeben – Schlittschuhtor. Eine klare Fehlentscheidung folgte anschließend: Mark Voakes (60.) wurde Sekunden vor Schluss von den Beinen geholt. Doch die Referees gaben nicht einmal eine Strafe. Der Iserlohner Verteidiger entschuldigte sich immerhin bei Voakes für sein Foul – sportlich sehr fair.

Die Antwort auf die Fehlleistung der Schiedsrichter gab Voakes (64.) dann in der Verlängerung selbst. Mit voller Energie ging der Center ins Drittel und zog beherzt ab – 4:3 Grizzlys! Der Vizemeister behielt so zwei verdiente Punkte in der Eis Arena.

Die Pressekonferenz mit den Stimmen der Trainer Jari Pasanen und Pavel Gross ist gewohnt bei Youtube zu finden.

Das Spiel im Stenogramm

39.Spieltag DEL
Bully: 19.30 Uhr
Ergebnis: 4:3 (1:2, 1:0, 1:1 | 1:0) Overtime
Torfolge: 1:0 (04:36) Aubin, 1:1 (11:39) Jaspers, 1:2 (14:52) Kahle
2:2 (20:34) Fauser, 2:3 (42:23) Fischer, 3:3 (56:05) Furchner, 4:3 (63:45) Voakes
Strafen: Grizzlys 18 plus 25 Aubin (Hoher Stock), Iserlohn 4
Schiedsrichter: Elvis Melia, Marian Rohatsch
Zuschauer: 2.232 | Eis Arena

 

Mannschaftsaufstellungen

T25Vogl, Sebastian
T90Brückmann, Felix
V2Dehner, Jeremy
V3Sharrow, Jimmy
V7Dotzler, Alexander
V9Likens, Jeff
V12Wurm, Armin
V20Seifert, Patrick
V44Krupp, Björn
S10Haskins, Tyler
S11Aubin, Brent
S17Furchner, Sebastian
S21Höhenleitner, Christoph
S22Dibelka, Lubor
S23Fauser, Gerrit
S26Mulock, Tyson
S43Weiß, Alexander
S49Voakes, Mark
S60Riefers, Philip
S95Pfohl, Fabio
T24Lange, Mathias
T30Fleischer, Marc
V3Larsson, Johan
V55Button, Ryan
V58Fischer, Christopher
V60Milam, Troy
V62Orendorz, Dieter
S9Caporusso, Louie
S11Wruck, Dylan
S15Shevyrin, Denis
S16Jaspers, Jason
S19Kahle, Marcel
S22Dziurzynski, David
S27Rallo, Greg
S42Blank, Boris
S61Bassen, Chad
S67Friedrich, Marko
S79Down, Blaine
S94Bettahar, Noureddine